Lebenskraft

Samuel Hahnemann erkannte, dass sich ein lebender von einem toten Organismus durch das Vorhandensein der sogenannten Lebenskraft unterscheidet. Durch diese Lebenskraft, welche als eine geistartige Kraft angesehen werden kann, werden die Lebensvorgänge, das Empfindungsvermögen und die Fähigkeit zur Selbsterhaltung erst ermöglicht.

Ist diese Lebenskraft im Gleichgewicht, ist der Mensch gesund. Wird sie hingegen durch innere oder äussere Einflüsse wie ein Unwetter, ein Hitzschlag, ein schwerer Unfall, langandauernde Medikamenteneinnahme, ein Schock, starke Emotionen, Stress etc. aus dem Gleichgewicht gebracht, wird der Mensch krank und es zeigen sich Symptome an Körper, Geist und Gemüt.

Die Lebenskraft ist eine jedem Menschen individuelle Kraft. Sie wirkt also nicht bei allen Menschen auf die gleiche Art und Weise. So kann zum Beispiel einem Menschen in einer äusserst stresshaften Situation so übel werden, dass er sich hinlegen muss und zu nichts mehr fähig ist. Ein anderer Mensch wird in der gleichen Situation sehr aggressiv und für die nähere Umgebung 'ungeniessbar' . Einem dritten Menschen wiederum scheint eine solche Situation nichts auszumachen.

Diese Individualität des Menschen steht bei der Behandlung im Vordergrund und soll im nächsten Abschnitt etwas ausführlicher beschrieben werden.